Wahlprogramm der SPD Groß-Zimmern zur Kommunalwahl 2021

Veröffentlicht am 19.12.2020 in Ortsverein

Wahlprogramm der SPD Groß-Zimmern zur

Kommunalwahl 2021

„Sozial und gerecht für eine lebenswerte Zukunft“

An keinem Ort sind Menschen näher an den Problemen, nirgends haben politische Entscheidungen größere Auswirkungen auf das tägliche Leben als in den Städten und Gemeinden.

Groß- und Klein-Zimmern bilden eine lebenswerte Gemeinde. Kinderbetreuung, öffentlicher Nahverkehr, Schulen, Sozial- und Jugendhilfe, Straßen, öffentliche Einrichtungen und soziale Infrastruktur tragen schon heute zu einem hohen Lebensstandard in unserer Kommune bei.

Unsere Gesellschaft erwartet allerdings in den kommenden Jahren große Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen. Der Klimawandel und die noch nicht abzusehenden Folgen der Covid 19-Pandemie sind Beispiele dafür. Die SPD wird mutig und entschlossen an den Lösungen dieser Probleme mitarbeiten.

Wir wollen die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erhalten und verbessern. Hierzu sind enorme Anstrengungen in den kommenden Jahren notwendig. Zur Lebensqualität der Menschen gehören nach unserem Selbstverständnis gute und ausgewogene soziale Standards. Das sind unter anderem soziale Grundsicherung, Bildung und Ausbildung und öffentliche Sicherheit. Die konkreten Ziele, die wir für die Wahlperiode 2021 bis 2026 anstreben, wollen wir nun im Einzelnen vorstellen.

Wir wollen Verantwortung übernehmen…

in der Ortsentwicklung: innovativ, attraktiv, bedarfsgerecht und bezahlbar

Millionen Haushalte geben mehr als 30% ihres verfügbaren Einkommens für die Kaltmiete aus – mit steigender Tendenz. Damit ist eine kritische Grenze erreicht, denn es bleibt nur noch wenig finanzieller Spielraum zur privaten Lebensführung und die notwendige zusätzliche Altersversorgung. Auch in Groß-Zimmern, das wegen seiner zentralen Lage im Rhein-Main-Gebiet ein beliebter Wohnort ist, finden Alleinstehende, Alleinerziehende, Bezieherinnen und Bezieher niedriger- bzw. Durchschnittseinkommen immer schwerer eine bezahlbare Bleibe. Immer mehr Familien suchen eine geförderte Wohnung. Das Problem wird sich weiter verschärfen, denn für Groß- und Klein-Zimmern wird eine Zunahme der Einwohnerzahl prognostiziert. Hier ist die Kommune gefordert. Flächenreserven sollen zur Schaffung von gefördertem Wohnraum genutzt werden. Mindestens 1/3 der neu entstehenden Wohnungen in Groß- und Klein-Zimmern soll für den geförderten Wohnungsbau verwendet werden. Dabei sind Modelle der sozial gerechten Bodennutzung anzuwenden. Auch für Bezieherinnen und Bezieher mittlerer Einkommen muss der Anteil der Wohnkosten an der Lebensführung überschaubar bleiben. Genossenschaftliches Bauen in privater oder kommunaler Trägerschaft kann hierfür ein probates Mittel sein.

Viele Kommunen stehen vor der Herausforderung, Wohnbauland für die wachsende Bevölkerung bereit zu stellen, so auch Groß- und Klein-Zimmern. Für die Gemeindeentwicklung sind gemischte Strukturen in lebendigen Quartieren und Ortskernen wichtig. Daher setzt sich die SPD für eine nachhaltige Innenentwicklung, unter Berücksichtigung des Leitfadens „Nachhaltige Innenentwicklung für Wohnungsbau“ des Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Allianz für Wohnen in Hessen ein. Des Weiteren wollen wir uns für eine Kommission zur Stärkung der innerörtlichen Entwicklung stark machen, die Konzepte zur Weiterentwicklung der Ortskerne erarbeitet.

Für die gemeindliche Entwicklung ist die Ausweisung neuer Gewerbegebiete notwendig. Der Flächennutzungs- und der Raumordnungsplan lässt nur noch wenige Möglichkeiten zu. Daher fordert die SPD die Erweiterung bzw. Fortschreibung des Flächennutzungs- und des Raumordnungsplanes. Damit schaffen wir die Rahmenbedingungen, dass sich das örtliche Gewerbe auch in Zukunft weiterentwickeln und die Wirtschaft weiter gefördert werden kann. Daher ist bei der Qualifizierung dieser Flächen, die Verpflichtung einer nachhaltigen Entwicklung oberstes Ziel. Wichtige Aspekte hierzu sind die Sicherung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Zukunftsfähigkeit des Gewerbegebietes, der sparsame Umgang mit Flächenressourcen und die gemeindeverträgliche Abwicklung des Verkehrs.

in der Mobilität für alle: attraktiv, nachhaltig und bezahlbar

Mobilität ist ein bedeutsames Element im Leben der Bürgerinnen und Bürger Groß- und Klein-Zimmerns. Die Bedingungen für Mobilität sind zum einen entscheidend dafür, wie attraktiv die Gemeinde für Bürgerinnen und Bürger ist. Zugleich sind sie ein wichtiger Faktor bei der nachhaltigen Entwicklung der Kommune sowie ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Für ein zukunftsfähiges Mobilitätsangebot in der Gemeinde ist der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wie z.B. eine bessere Busanbindung nach Groß-Umstadt, oder, die Straßenbahn von Darmstadt nach Groß-Zimmern eine zentrale Grundvoraussetzung sozialer Mobilität. Im Sinne einer nachhaltigen Mobilitätsentwicklung darf die Unterstützung von Pendlerinnen und Pendlern in Groß- und Klein-Zimmern nicht nur im Schaffen von mehr PKW-Stellplätzen bestehen, sondern wir fordern den weiteren Ausbau von Fahrradstellplätzen bzw. Fahrradboxen. Ebenso muss eine verbesserte Mitnahmemöglichkeit für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen in den Bussen Standard werden. Der weitere Ausbau barrierefreier Haltestellen ist unverzichtbar.

Zu der klimafreundlichen Wende gehört für die SPD auch eine intelligente Verknüpfung mit allen anderen Verkehrsmitteln, zum Beispiel durch „Car-Sharing“, „Bike-Sharing“, „Jugendtaxis“, „Demand-Systemen bzw. Rufsammeltaxi (Hopper)“. Das Schaffen bzw. Ausweiten eines entsprechenden Angebots in Groß- und Klein-Zimmern wollen wir vorantreiben.

Immer mehr Menschen steigen auf das Fahrrad um. Dieser Trend ist ungebrochen und wurde zuletzt durch die Corona-Pandemie noch befördert. Deshalb wird die SPD den Ausbau und die Weiterentwicklung des Radwegenetzes der Gemeinde weiter vorantreiben. Die bestehenden Lücken, vor allen auf den Hauptverkehrswegen, müssen geschlossen werden. Im Übrigen gilt es auch weiter an einem gemeindeübergreifenden Ausbau von Radwegen und Radschnellwegen zu arbeiten. Konkret fordern wir hierzu den Ausbau guter und sicherer Fahrradwege und E-Bike Ladestationen in Groß- und Klein-Zimmern.

Zudem wollen wir in Groß- und Klein-Zimmern eine weitere Verbesserung des fließenden und ruhenden Verkehrs. Insbesondere beim ruhenden Verkehr wollen wir den zahlreichen Forderungen nach einer stärkeren Überwachung Rechnung tragen.

 Mit der für 2021 angekündigten Erneuerung der Bertha-v.-Suttner-Straße und Wilhelm-Leuschner-Straße (L 3114 Waldstraße bis Darmstädter Straße) muss eine maßgebliche Verbesserung der Lenkung des Durchgangsverkehrs erreicht werden.

bei Klima-, Umwelt- und Naturschutz: nachhaltig und solidarisch gestalten

Intakte Natur und Landschaft bieten den Menschen wertvollen Erholungsraum. Flora und Fauna in und um Groß- und Klein-Zimmern haben noch eine beachtliche Artenvielfalt zu bieten. Offene Wiesenflächen sind wichtige Frischluftschneisen für die dicht bebauten Ortslagen. Das soll auch so bleiben. Wir wollen daher die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege bei allen politischen Entscheidungen berücksichtigen.

Wir unterstützen das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement in Sachen Naturschutz und Landschaftspflege und werden dafür eintreten, dass Projekte zur Landschaftspflege weiter gefördert werden. Auch die Gemeinde selbst kann mehr tun. Teile der gemeindlichen Parks und Grünflächen sollen mit heimischen Blühpflanzen versehen werden, um Insekten und Kleintieren Nahrung zu bieten. Auch private Gärten sind Lebensraum von Insekten, Vögeln und Kleintieren. Durch naturnahe Gärten können Gartenbesitzer viel für die Artenvielfalt und ein gesundes Kleinklima bewirken. Wir wollen, dass die Gemeinde mit Informations- und Werbekampagnen das Bewusstsein und die Akzeptanz in der breiten Bevölkerung fördert. Wir wollen erreichen, dass in Neubaugebieten die Versiegelung von Flächen auf ein Mindestmaß beschränkt und standortgerechte Begrünung vorgeschrieben wird. Die Förderung von naturnahen Blühwiesen in der Landwirtschaft muss auch durch die Kommune unterstützt werden.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind in den letzten Jahren für die Menschen immer deutlicher zu spüren. Dürre, Hitzeperioden, aber auch Stürme und Starkregen haben bereits große Schäden verursacht, auch in unserer Region. Um die Entwicklung aufzuhalten und die Folgen zu mindern, ist Handeln auf allen politischen Ebenen notwendig. Zum Einhalten der 1,5 Grad Klimaziele des Pariser Abkommens von 2015 sind in den Städten und Gemeinden große Veränderungen notwendig, beim Ausbau und dem Einsatz erneuerbarer Energien, im Gebäudebestand, bei Neubauten und im motorisierten Verkehr.

Wir wollen ein klimaneutrales Groß- und Klein-Zimmern mit mehr Begrünung.

Unser Ziel muss das Erreichen von Klimaneutralität in unserer Heimatgemeinde sein. Dies ist nur durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen und Verhaltensänderungen zu realisieren. Dabei muss die Bevölkerung bei allen Vorhaben einbezogen und mitgenommen werden. Gute Ideen und sinnvolle Initiativen sollen von der Gemeinde unterstützt werden.

Ohne Bürgerbeteiligung kann das nicht gelingen. Und auch hier muss die Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen. Gemeindeeigene Gebäude müssen im Hinblick auf Klimaschutz und Energieeffizienz unter Nutzung aller Fördermaßnahmen ausgebaut werden. Wo möglich, sollen Solarthermie- und Photovoltaikanlagen auf den Gebäuden installiert werden.

Der gemeindeeigene Fuhrpark soll sukzessive bei Ersatz- und Neuanschaffungen auf umweltfreundliche, emissionsarme Technologien umgestellt werden.

Die Begrünung von Dächern und Fassaden wirkt temperaturausgleichend und verschönert das Ortsbild. Hier gilt es Anreize zu schaffen, bestehende Gebäude nachzurüsten und bei neuen Baumaßnahmen Anreize für mehr Begrünung zu schaffen.

Unser Wald ist durch den Klimawandel großem Stress ausgesetzt. Wir werden alles dafür tun, dass der Wald als Naherholungsgebiet erhalten bleibt. Der Gemeindewald soll weiterhin den strengen FSC-Kriterien (Forest Stewardship Council) entsprechen.

Wir müssen mit der Ressource Wasser besser haushalten und Trinkwasser dauerhaft sichern. Wichtige Grundlage hierfür ist die kommunale Wasserversorgung. Wir sprechen uns gegen eine Privatisierung aus.

Das sich verändernde Klima erfordert im Bereich Abwasserwirtschaft regulierende Maßnahmen. Starkregenereignisse werden in Zukunft viel häufiger vorkommen. Durch die verstärkte Errichtung von Zisternen kann einer Überflutung durch Rückstau vorgebeugt werden, so dass die Kanalisation die Regenmenge bewältigen kann. Außerdem kann das Zisternenwasser in Trockenzeiten die Trinkwasserentnahme für die Bewässerung von Gärten und gemeindeeigene Anlagen senken. In Neubauten sollte beratend darauf hingewirkt werden, dass Brauchwassersysteme installiert werden.

Wo immer es möglich ist müssen Flächen entsiegelt werden. Hierdurch wird verhindert, dass Regenwasser oberflächlich abfließt. Auf diese Weise wird die Kanalisation entlastet und der Boden wird bewässert.

Im Sinne einer nachhaltigen Wasserversorgung muss die Belastung des Grundwassers,

insbesondere mit Nitrat und Schadstoffeinträgen, durch entsprechende Maßnahmen, wie die Errichtung der 4. Reinigungsstufe auf der gemeindeeigenen Kläranlage, reduziert werden.

bei kommunalen Finanzen: Zukunft bauen!

Auch in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen wollen wir nicht nur sparen, sondern sind der Überzeugung, dass die Kommune weiterhin in Infrastruktur z.B. Kindergärten, ÖPNV und Straßenbau investieren muss.

Die kulturelle und soziale Infrastruktur wie Hallenbad, Gemeindebücherei, Kulturangebote und Vereinsleben, die das Leben in unserer Gemeinde lebenswert macht, soll erhalten bleiben, auch wenn sie nicht zu den kommunalen Pflichtaufgaben gehört.

Wir fordern eine gebührenfreie Kinderbetreuung bis zum Grundschulalter, sowie die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendförderung. Hier wird in die Zukunft investiert!

Die Steuerschraube soll grundsätzlich nicht weiter angezogen werden. Dies führt nur zu weiteren Belastungen der Bürgerinnen und Bürgern.

Wir sind für die Stärkung des regionalen Gewerbes, damit die Wertschöpfung am Ort bleibt und somit für die Zukunft Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten und ausgebaut werden.

Eine gerechte Verteilung der Lasten zwischen Bund, Ländern und Kommunen, insbesondere eine finanzielle Kompensation der durch Bund und Land geschaffenen Leistungsansprüche sind für gesunde Gemeindefinanzen unabdingbar. Das Land verspricht, die Kommune zahlt? Damit muss Schluss sein!

Wir wollen das Zusammenleben verbessern…

in Vereinen, Ehrenamt und Soziales: Weil wir füreinander da sind - starker sozialer Zusammenhalt in Groß- und Klein-Zimmern

Zusammenleben kann nur gelingen, wenn wir gemeinsam die Herausforderungen des demographischen und gesellschaftlichen Wandels anpacken. Die Gemeinde hat eine breitgefächerte Vereinslandschaft und engagierte Bürgerinnen und Bürger in freien Initiativen. Diese ehrenamtlich Tätigen sind eine wichtige Säule unseres Gemeinwesens.

Seit langem ist die Stärkung der Jugend- und Seniorenarbeit in Vereinen und bei freien Initiativen ein Anliegen der SPD. Wir sind für eine zielgerichtete Unterstützung der Vereine je nach konkretem Bedarf, sei es zur Bewältigung der Auswirkung der Covid 19-Pandemie oder bei neuen Partnerschaften z.B. mit Schulen bei Ganztagsangeboten.  Besonders wichtig ist uns die Förderung der freiwilligen Feuerwehren in Groß- und Klein-Zimmern, denn hier leisten ehrenamtlich Tätige einen hervorragenden Dienst und gewährleisten damit den Brand- und Katastrophenschutz in unserer Gemeinde. Damit das so bleibt, sind notwendige Ausrüstung zu erwerben und Investitionen zu tätigen. Wir wollen die Einsatzstärke der Feuerwehr erhalten. Wir wollen den Brandschutz-Entwicklungsplan fortlaufend aktualisieren und den darin ermittelten Bedarf ohne Abstriche decken.

Auch die Sicherung des kulturellen Angebots in der Gemeinde, insbesondere der Erhalt des Kulturzentrums Glöckelchen, ist uns ein wichtiges Anliegen.

Die Gemeinde muss ihren Bürgerinnen und Bürgern in all ihren Lebenslagen ein sicheres Zuhause bieten.  Gerade ältere Menschen sind heute in der Regel gesünder als früher und wollen die Chance des längeren Lebens auch entsprechend nutzen. Für sie wollen wir selbst bestimmtes Wohnen im Alter gewährleisten, indem wir die Entwicklung von altengerechten und barrierefreien Wohnkonzepten unterstützen.

Für Seniorinnen und Senioren stellen wir uns neue Lösungen, für den Wunsch Vieler nach einem Leben zuhause vor. Für Hilfsangebote, alltägliche Besorgungen, und Besuche werden wir in Zusammenarbeit mit Wohlfahrtsorganisationen das Gespräch suchen und Vorschläge erarbeiten. Aber auch im Kleinen gibt es Verbesserungspotential: zum Beispiel die Schaffung von mehr Sitzgelegenheiten verteilt über das Gemeindegebiet oder Bänke mit integrierten Plätzen für Rollatoren.

Wichtig für das Zusammenleben in unserer Gemeinde ist unter anderem auch der Ausbau von Markierungen auf öffentlichen Wegen und Plätzen für Menschen mit Sehbehinderung. Deren Belange müssen auch beim Ausbau von Bushaltestellen Berücksichtigung finden.

Der barrierefreie Zugang zu gemeindlichen Gebäuden, sei es das neue Rathaus, die Mehrzweckhalle oder das schon lange bestehende Hallenbad, muss gewährleistet sein.

Des Weiteren muss bei der Gestaltung des neuen Rathauses auch endlich eine taktile Beschriftung für Sehbehinderte vorgesehen werden. Ein solches System sollte in allen öffentlichen Gebäuden umgesetzt werden.

Wir wollen unseren Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu Beratungsleistungen und verschiedensten Förderungen erleichtern. Deshalb ist unser Ziel, dass in Groß- und Klein-Zimmern regelmäßig vor Ort eine Beratung der Erziehungsberatungsstellen in Anspruch genommen werden kann, wie das in anderen Kommunen ohne eigene Beratungsstelle schon möglich ist. Auch ein Angebot zur Sprachförderung direkt in der Gemeinde halten wir für wichtig, um Integration vor Ort voran zu bringen.

bei Kindern, Jugendlichen und Familien: Weil wir hier zu Hause sind!

Die Pflege und der Ausbau des Bildungssystem für alle Bevölkerungsgruppen ist eine Investition in die Zukunft!

Das beginnt mit dem Start in der Kindertagesstätte/Krippe und im Kindergarten.

Große Unterstützung bieten individuell angepasste und flexible Betreuungszeiten. Wir streben eine gebührenfreie frühkindliche Bildung an. Außerdem fordern wir unterschiedliche Zeiten in verschiedenen Einrichtungen, damit auch den unterschiedlichen Arbeitszeiten der Eltern zumindest ein Stück weit Rechnung getragen werden kann. Ganz wichtig ist für uns auch der sukzessive Ausbau der Tagesstättenplätze, weil nur so eine echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht wird.

Weiterhin ist der SPD die Schulwegsicherung ein wichtiges Anliegen. Hierauf wollen wir in der kommenden Legislaturperiode unser besonderes Augenmerk legen.

Das wohnortnahe Angebot der Volkshochschule gilt es zu erhalten und auszubauen.

in der Bürgerbeteiligung: Zimmner ist, wer Zimmner sein will.

Wir wollen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in Groß- und Klein-Zimmern wohl fühlen und sich noch stärker mit ihrer Gemeinde identifizieren. Kommunalpolitische Entscheidungen verstehen wir als Prozesse und wünschen uns mehr Beteiligung der Menschen vor Ort. Denn gute Lebensverhältnisse für alle entstehen nur dann, wenn auch alle Interessen Berücksichtigung finden.

Die SPD öffnet sich, die lokale Mitbestimmung soll gestärkt werden. Wir wollen Kommunalpolitik in regelmäßigen Ortsgesprächen den Menschen in Groß- und Klein-Zimmern näherbringen und deren Wünsche und Anregungen noch besser kennenlernen. Wir stehen für ein positives, solidarisches Groß- und Klein-Zimmern. Gemeinsam werden wir neue Herausforderungen bewältigen und dies zum Wohle Aller!

der Bürgerinnen und Bürger: für die Zukunft der Gemeinde

Die Ausweitung der interkommunalen Zusammenarbeit ist ein wichtiger Baustein für die zukünftige Entwicklung unserer Kommune. Deshalb wollen wir die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarstädten und -gemeinden stärken und nach Möglichkeit ausbauen.

Wichtig ist der SPD, dass die bestehenden Städtepartnerschaften erhalten bleiben. Die Schulen in Groß- und Klein-Zimmern sollten in den Austausch mit einbezogen werden.

Wir wollen Vertrauen schaffen…

für ein sicheres und sauberes Groß-Zimmern

Es ist uns wichtig, dass unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger sich frei und ungezwungen bewegen können. Das Sicherheitsgefühl wird stark durch das Erscheinungsbild der öffentlichen Straßen und Plätze geprägt. Die ausreichende Beleuchtung dunkler Wege, Straßen, Bushaltestellen und Plätze in der Abend- und Nachtzeit schafft Sicherheit. Das muss auch so bleiben. Allerdings sollte das Einsparpotential durch die Regulierung der Beleuchtung per Bewegungsmeldern ausgeschöpft werden.

Die Bushaltestellen und Grünanlagen stellen eine “Visitenkarte” der Kommune dar. Hier gilt es für eine häufigere Reinigung und Instandhaltung zu sorgen.

Immer noch ein wichtiges Thema ist die Verbesserung der Parkplatzsituation im gesamten Gemeindegebiet und die verstärkte Kontrolle des fließenden und ruhenden Verkehrs.

Es ist uns auch wichtig, dass ein jährlicher Dialog zwischen Bürgern, Polizei und Ordnungspolizei eingeführt wird.

Seit einigen Jahren versuchen Rechtspopulisten, Faschisten und Rechtsextreme, unseren Staat politisch ins Wanken zu bringen. Hass, Hetze, Anfeindungen und Diffamierungen dürfen in Groß-Zimmern nirgends geduldet werden. Faschistischen, rassistischen, sexistischen und gewaltbereiten Strömungen wird die SPD entschieden entgegentreten. Wir werden der populistischen Propaganda durch Aufklärung und solidarisches Handeln begegnen.

in eine digital- und barrierefreie Infrastruktur

Zukunft ist ohne Digitalisierung, Vernetzung und Barrierefreiheit kaum mehr denkbar! Es ist eine Herzensangelegenheit der SPD, den Ortskern neu zu beleben. Unser Ziel ist es, eine barrierefreie Gestaltung für Menschen mit motorischen Einschränkungen, Sehbehinderungen und Höreinschränkungen, um diesen die Möglichkeit zu geben, sich selbstständig zu versorgen und am soziokulturellen Leben teilzunehmen. Gerade die fußläufige Erreichbarkeit von barrierefreien Behörden, Banken, Bäckereien, Metzgereien, Frisörsalons, Apotheken und weiteren Einkaufsmöglichkeiten sollte dabei für alle Menschen sichergestellt sein.

Smarter leben – wie die Digitalisierung unsere Gemeinden in die Zukunft führt. Die voranschreitende Digitalisierung unserer Gesellschaft braucht eine moderne digitale Infrastruktur und eine schnelle Internetversorgung. Gemeinsam mit dem Landkreis ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen, das gesamte Gemeindegebiet mit einer Internetgeschwindigkeit von 50 - 100 Mbit/s zu versorgen. Als SPD unterstützen wir nachdrücklich den Ausbau des Glasfasernetzes. Dies ermöglicht Up- und Downloadgeschwindigkeiten von über 1.000 Mbit/s und ist insbesondere für die Zukunftsplanung von Gewerbe und Unternehmen sowie Schulen ein entscheidender Standortfaktor. Außerdem werden so auch zukunftsträchtige Arbeitsplätze in unserer Gemeinde entstehen und eine ausreichende Bandbreite für moderne Homeoffice Arbeitsplätze gewährleistet.

Zusammenfassung

Zu einer lebenswerten Gemeinde gehören für uns neben attraktiven Wohn-, Arbeits- und Freizeitmöglichkeiten hohe soziale Standards, ein leistungsfähiger Nahverkehr und ein gutes Bildungs-, Kultur und Vereinsangebot. Die SPD wird sich entschlossen dafür einsetzen, die Lebensqualität in Groß- und Klein-Zimmern zu erhalten und weiter zu verbessern.

Wir wollen…

Verantwortung

  • dass mindestens 1/3 des neu entstehenden Wohnraums in Groß- und Klein-Zimmern für den geförderten Wohnungsbau verwendet wird
  • den Ortskern sichern
  • dass sich das örtliche Gewerbe auch in Zukunft weiterentwickeln kann
  • Mobilität für alle: attraktiv, nachhaltig und bezahlbar
  • den Ausbau des ÖPNV
  • den weiteren Ausbau barrierefreier Haltestellen
  • den weiteren Ausbau von Fahrradstellplätzen und Fahrradboxen
  • den Ausbau guter und sicherer Fahrradwege und E-Bike Ladestationen
  • eine maßgebliche Verbesserung der Lenkung des Durchgangsverkehrs auf der Bertha-von-Suttner-Straße und Wilhelm-Leuschner-Straße (L 3114 Waldstraße bis Darmstädter Straße)
  • Klima-, Umwelt- und Naturschutz: nachhaltig und solidarisch gestalten
  • dass der gemeindeeigene Fuhrpark sukzessive bei Ersatz- und Neuanschaffungen auf umweltfreundliche, emissionsarme Technologien umgestellt wird
  • mit Wasser besser haushalten und dadurch das Trinkwasser sichern
  • die Einführung der 4. Reinigungsstufe auf der gemeindeeigenen Kläranlage
  • die kulturelle und soziale Infrastruktur wie Hallenbad, Gemeindebücherei, Kulturangebote und Vereinsleben, die das Leben in unserer Gemeinde lebenswert macht, erhalten
  • die Steuern und Abgaben nicht weiter anheben
  • die Stärkung des regionalen Gewerbes

Zusammenleben

  • kostenlose Bildung von Anfang an und Kita-Gebühren abschaffen
  • das Ehrenamt stärken
  • eine zielgerichtete Unterstützung der Vereine
  • die Förderung der freiwilligen Feuerwehren in Groß- und Klein-Zimmern
  • die Gemeinde möglichst barrierefrei gestalten
  • den barrierefreien Zugang zu gemeindlichen öffentlichen Gebäuden und Wohnungen
  • die Schaffung von mehr Sitzgelegenheiten verteilt über das Gemeindegebiet und Bänke mit integrierten Plätzen für Rollatoren
  • den Zugang zu Beratungsleistungen und verschiedensten Fördermöglichkeiten erleichtern
  • die Schulwegsicherung in der Gemeinde weiter voranbringen
  • die lokale Mitbestimmung stärken
  • die bestehenden Städtepartnerschaften erhalten und ausbauen
  • die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Groß- und Klein-Zimmern

Vertrauen

  • die verstärkte Kontrolle des fließenden und ruhenden Verkehrs
  • einen jährlichen Dialog zwischen Bürgern, Polizei und Ordnungspolizei
  • eine häufigere Reinigung und Instandhaltung von Bushaltestellen und Grünanlagen
  • eine bessere Ausleuchtung von Straßen, Plätzen und Bushaltestellen
  • den digitalen Wandel auch in Groß-Zimmern vorantreiben.
  • den Ausbau der digitalen Serviceleistungen sowie die Entwicklung einer digitalen Zukunftsstrategie