Stellungnahme der SPD Groß-Zimmern zur Beratung und weiteren Planung Sanierung der Ortsdurchfahrt Groß-Zimmern

Veröffentlicht am 06.07.2021 in Ortsverein

--- Pressemitteilung ---

Niemand in der SPD-Fraktion war wirklich überzeugt von der Vorstellung der Planung der zu sanierenden Ortsdurchfahrt. Anderen Fraktionen erging es ähnlich. Zwar hatte man gemeinsam der „Variante 3 Pro-Radverkehr“ im Dezember 2020 zugestimmt, die vorgelegte Planung überraschte dann doch. Weniger Parkplätze, stellenweise schmale Gehwege, eine versperrte Zufahrt zur Angel- und Dieburger Straße. Eine Belebung des Ortskerns im Hinblick auf die verschiedenen Belangen des ansässigen Gewerbes nicht vorstellbar. Dies nahm sich die SPD zu Herzen und stellte in einer Arbeitsgruppe, unter Einbeziehung der Gewerbetreibenden, ein Leitbild zur Sanierung der Ortsdurchfahrt Groß-Zimmern (L3114) auf. Dieses Leitbild fand in der Fraktion großen Anklang und wurde einstimmig beschlossen.

Ziele

Unsere Ortsdurchfahrt ist nicht nur Durchgangsstraße, sondern auch Erschließungsstraße, Geschäftsstraße und Lebensraum in der Gemeinde. Dem muss die Straßenplanung sowohl verkehrsplanerisch als auch städtebaulich Rechnung tragen. Dazu ist die Betrachtung des gesamten Straßenraumes sowie der verkehrlichen Verflechtung und des städtebaulichen Umfeldes erforderlich, so dass der Straßenentwurf stets als ganzheitlicher Straßenraumentwurf anzusehen ist.

  • Der Wohn- und Aufenthaltswert und die Möglichkeit der Bürgerinnen und Bürger sich mit ihrem Ort zu identifizieren, sollen erhalten bzw. verbessert werden.
  • Die Gestaltung des Straßenumfeldes soll die Aufmerksamkeit der Autofahrerinnen und Autofahrer erhöhen und damit zu einer angepassten Fahrweise beitragen.
  • Die Bedürfnisse des Fuß- und Radverkehrs als wichtige Verkehrsträger der Mobilität vor Ort sind zu berücksichtigen – sowohl längs als auch quer zur Ortsdurchfahrt.
  • Ökologische Grundsätze und Zielvorstellungen sind zu berücksichtigen.
  • In der Nutzungsabwägung sind die Forderungen nach Barrierefreiheit und Orientierungsmöglichkeit für Blinde und Sehbehinderte zu berücksichtigen.
  • Die Verbesserung der Wohnverhältnisse der Anwohnerinnen und Anwohner durch Maßnahmen zur Lärmminderung und Luftreinhaltung (EU-Umgebungslärmrichtlinie und EU-Luftqualitäts-Rahmenrichtlinie) soll angestrebt werden
  • Die Anpassung an den Klimawandel (beispielsweise durch schattenspendende Baumstandorte, Entsiegelung, Anlage von Grünflächen, Vermeidung von Hitzestau) ist zu berücksichtigen.

Über die Gestaltung des Straßenraumes soll das Verhalten aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer beeinflusst werden. Der Charakter der Straßen im Ort soll sich deutlich von dem der freien Strecke unterscheiden und den unterschiedlichen Ansprüchen und Erwartungen an die Funktion und an die Gestaltung erfüllen.

Maßnahmen

Zur Erreichung dieser Ziele sind u.a. folgende Maßnahmen umzusetzen

  • Planung soll der RASt 06 (Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen) entsprechen (z. Bsp. bei der Fahrbahn- und Gehwegbreite)
  • Die Gehwege sollen möglichst breit gestaltet werden
  • Anbindung an den Fahrradweg in der Bahnstraße (z. Bsp. über Kettelerstraße)
  • Durchgangsverkehr muss im Hinblick auf die verschiedenen Belange des ansässigen Gewerbes Berücksichtigung finden (z. Bsp. Parkraum, Lieferverkehr, etc.)
  • Parkraummanagement muss entwickelt werden
  • Begrünungsstrategie entwickeln
  • Ausreichende und sichere Beleuchtung

Sozial und gerecht für eine Lebenswerte Zukunft!

                                            

Christian Hader                                                                       Chris Kowal                                   

Ortsvereinsvorsitzender                                                                                          Fraktionsvorsitzender                                   

 

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