Nordostumgehung muss kommen

Veröffentlicht am 16.01.2009 in Ortsvereine

Interessierte Bürgerinnen und Bürger diskutierten am Donnerstagabend, 15. Januar 2009, gemeinsam das Projekt Nordostumgehung für Darmstadt. Patrick Koch und Dr. Michael Reuter hatten zum Beginn des Jahres den Bau der Nordostumgehung für Darmstadt und für die Region gefordert.
Auf Grund vieler Nachfragen der Bürgerinnen und Bürgern an Infoständen zur Planung der Umgehungsstraße luden die beiden Kandidaten für die Landtagwahl gemeinsam mit Hanno Benz, Fraktionsvorsitzender der SPD Fraktion im Darmstädter Stadtparlament zur Diskussion nach Groß-Zimmern ein.

Im Nebenraum der Gaststätte Zimmerner Stubb in Groß-Zimmern konnte Ralf Oesswein, SPD Groß-Zimmern die zahlreichen Zuhörer begrüßen. Nach kurzen Statements der Politiker und einer Präsentation zur Geschichte der Nordostumgehung und dem aktuellen Planungstand stieg man gleich in die angeregt Diskussion ein. Dabei wurden auch die aktuellen Probleme mautfreier LKW-Strecken im Landkreis diskutiert. Vertreter der Bürgerinitiative in Ober-Ramstadt und Zeilhard sehen hier die Gefahr, dass Fernverkehr die Nebenstrecken des Landkreises nutzt um die Maut für Autobahnen zu sparen. „Mit der Nordostumgehung wird das attraktiver“ erläutert ein Gast aus Zeilhard.
Doch viele Redner an diesem Abend lobten die Initiative von Koch und Reuter. „Ich warte seit meinem Studium auf die Umfahrung, und das ist jetzt 35 Jahre her“, klagt Hans Hix aus Groß-Zimmern und spricht vielen Pendlern aus dem Herzen.
„Die Nordostumgehung ist für die Menschen im Landkreis und auch für die Stadt Darmstadt das wichtigste Infrastrukturprojekt der Region“, ergänzt Dieter Hader, Fraktionschef der Groß-Zimmerner Sozialdemokraten. „Ohne sie geht nichts.“
Hanno Benz konnte mit vielen Argumenten die Zuhörer überzeugen, dass der Landkreis und die Stadt sich gemeinsam für den Ausbau stark machen müssen. „Die Verkehrsentlastungen erzielen wir überwiegend im Bereich Rhönring und Spessartring, die Umgehung heißt 10.000 Autos weniger pro Tag. Hier sind dicht besiedelte Wohngebiete, die Menschen leiden unter dem Verkehr“, schildert er die Situation.
Deutlich am Donnerstagabend wurde auch, dass Patrick Koch und Dr. Michael Reuter sich nicht nur für die Nordostumgehung stark machen. „Wir brauchen einen Verkehrsmix. Die Odenwaldbahn wurde gelobt.Leider kann man nicht alles über Bus und Bahn lösen, deshalb brauchen wir auch den Ausbau in Darmstadt“, schlossen die beiden Kandidaten die Diskussion.

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Im Vorfeld der Veranstaltung wurden 150 Unterschriften von Groß-Zimmerner Bürgern gesammelt, die sich für die Nordostumgehung einsetzen. Wenn Sie ebenfalls die Initiative zum Ausbau der Nordostumgehung unterstützen, können Sie hier unterschreiben.